zurück

Bildung für Nachhaltige Entwicklung

In fast jedem Fenster dieses Adventskalenders gab es einen Bildungsaspekt. Ob beim Einlagerung von CO2 in Beton (1. Dez), dem Bau von effizienten Sanitäranlagen (6. Dez), dem Samichlaus, der sich als Ingenieur umschulen möchte (14. Dez) oder dem Kampf gegen Rassismus (18. Dez) - da gibt es viel Neues zu lernen. Heute stellen wir drei Bildungsprojekte vor, in denen Jugendliche direkt anpacken.

Solar power experience | Eine Solarladegerät fürs Handy selber bauen? Ein eigener Solarkiosk erstellen, der Batterien lädt, ein Radio und eine Strassenlaterne speist? Das lernen Jugendliche im ländlichen Indien in den Kursen von Sopex - Solar powered experience. Das Team aus Lehrpersonen, Technikern und Interessierten arbeitet schon länger mit Partnern in Indien und gründete dieses Jahr einen Verein, der diese Idee weiter entwickelt, günstige und geeignete Hardware bereit stellt und weitere Bildungsprojekte anstossen möchte. Neben dem technischen Knowhow, wird vor allem ein neues Verständnis für Energieunabhängigkeit vermittelt. Wer weiss wie man die Sonne als Energiequelle «anzapft», gewinnt im ländlichen Indien Zugang zu Licht, Bildung, dem Internet und manchmal auch zu neuen Arbeitsmärkten.

Energiezukunft mit Hand und Fuss | Dieses Projekt richtet sich an Berufsschulen und entwickelt handlungs- und erlebnisorientierte Schulmodule («mit Hand») mit einem starken «Fuss» in der Praxis. Was bedeutet die Energiestrategie 2050 für deinen Beruf? Ist es möglich jedes Jahr 1-2% Energie zu sparen und 2-3% mehr erneuerbare Energien zu generieren? Die Kompetenzen zu Energiethemen werden mit Experimenten, Exkursions- ideen und «virtuellen Besuchen» zu innovativen Betrieben kombiniert. Das Projekt wird mit Unterstützung von EnergieSchweiz durchgeführt. Ein Pilotmodul mit Automobilassisstenz- Lehrlingen (6 Lektionen im ABU Unterricht) konnte an der Technischen Berufsschule Zürich durchgeführt werden. Nun werden weitere Berufsschullehrpersonen in technischen, kaufmännischen, gestalterischen Berufen sowie im Gesundheitswesen für Pilotunterrichtsequenzen gesucht.

Keiner zu klein, ein Weltveränderer zu sein | Mit Plant-for-the-Planet beschäftigen sich 9 bis 12-jährige Schüler*innen bei einer Akademie und Onlineprogrammen mit den Ursachen und Folgen der Klimakrise. Das Besondere: Kinder geben ihr Wissen Kinder weiter. Sie erfahren, was jede*r tun kann, lernen Vorträge zu halten, pflanzen gemeinsam Bäume und planen erste eigene Aktionen. Über 88‘000 Kinder und Jugendliche aus 74 Ländern machen bereits mit! Ziel der Kinder- und Jugendinitiative ist mittlerweile, weltweit 1‘000 Milliarden Bäume zu pflanzen. Bäume sind derzeit effektivste und günstigste Mittel, CO2 zu binden und so der Menschheit einen Zeitjoker zu verschaffen, um die Treibhausgas-Emissionen auf null zu senken und die Klimakrise abzuschwächen.


Zum Quiz     Zur Geschichte des Tages



Was geschieht, wenn man in der Schule lernt, Energie für das eigene Handy, für die Strassenlampe von der Sonne zu «zapfen»? Bei Sopex geht es auch um das Unabhängikeitsgefühl, das Energieautarkie z.B. im ländlichen Indien gibt.
Das Projekt «Energiezukunft mit Hand und Fuss» richtet sich an Berufsschulen. Die Schüler*innen werden in der ersten Lektion «Profis» auf einem Teilthema und vermitteln dieses in einem Parcours ihren Kolleg/innen.


Die Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet wurde im Januar 2007 ins Leben gerufen. Der damals neunjährige Felix Finkbeiner forderte am Ende eines Schulreferats über die Klimakrise seine Mitschüler auf: «Lasst uns in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen!»